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Sauerstofftherapie

Patienteninformation

Warum ist Sauerstoff so wichtig?
Für alle Lebensvorgänge in unserem Körper wird Energie benötigt. Deshalb sind auch Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden an ein hohes Energiepotential gebunden. Nur wenn genügend Sauerstoff vorhanden ist, kann unser Körper aus Nährstoffen optimal Energie gewinnen. Weil wir Sauerstoff nicht speichern können, sind wir lebenslang auf eine kontinuierliche Zufuhr angewiesen. Dies geschieht mit Hilfe der Atmung aus der Umgebungsluft. In der Lunge tritt der Sauerstoff in das Blut über und wird durch das Herz-Kreislauf-System an Gewebe und Organe herangeführt. Feinste Blutgefäßaufzweigungen (Kapillaren) verteilen den Sauerstoff an die Zellen, in denen durch biologische Oxidation energiereiche Stoffe entstehen.
Fehlt Sauerstoff, fehlt auch Energie.

Wie zeigt sich Sauerstoffmangel?
Müdigkeit und Abgeschlagenheit, ein Gefühl der Kraftlosigkeit und des Leistungsabfalls, Konzentrationsschwäche, sowie geistige Erschöpfung sind oft die ersten spürbaren Anzeichen für beginnende Sauerstoffdefizite. Auch Einschlafstörungen und verstärkte Wetterfühligkeit können auftreten. Außerdem vergrößert sich die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten. Ist der Sauerstoffmangel ausgeprägter, stellen sich zunehmende Organstörungen ein, wie z.B. Herzbeschwerden (Angina pectoris). Sauerstoff- und Energiedefizite sind die Ursache für eine Reihe von Erkrankungen.

Was ist die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie?

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) beruht auf Erkenntnissen des Dresdener Physikers Prof. Manfred von Ardenne (1907-1997). Er konnte belegen, daß tägliche Sauerstoff-Inhalationen über einen bestimmten Zeitraum hinweg die Sauerstoffversorgung der Gewebe verbessern. Es kommt dabei zu einer deutlichen Zunahme der Mikrozirkulation in den kleinsten Blutgefäßen des Organismus, die dann für längere Zeit bestehen bleibt ("Hochschaltung der Mikrozirkulation"). Es sind drei gleichermaßen für den Therapieerfolg bedeutsame Teilschritte , die die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) von anderen Sauerstoff-Inhalationen unterscheidet:

1. Schritt: Dient der Vorbereitung des Organismus auf die Optimalversorgung mit Sauerstoff. Die Gabe von Vitaminen, Mineralstoffen (z.B. Magnesium); Spurenelementen (z.B. Zink und Selen) und Vitalstoffen (z.B. Coenzym Q10, L-Carnitin) erhöht die zelluläre Sauerstoffaufnahme und sichert eine energetisch orientierte Sauerstoff-Verwertung.

2. Schritt: Inhalation (Einatmung) eines sauerstoffangereicherten Luftgemisches. Der 90%ige Sauerstoffanteil wird mittels eines Spezialgeräts durch Ionisation zusätzlich aktiviert. Die Inhalation erfolgt über hygienische Einwegmasken.

3.Schritt: Verbesserung der Durchblutung des Gesamt-Organismus durch Bewegungsübungen zwischen den Anwendungen bzw. Anregung der Hirndurchblutung durch geistige Tätigkeiten (z.B. Lesen).


Durchführung der SMT
Die gebräuchlichste Anwendungsform ist heutzutage die 10-Tage-Intensiv-SMT. Dabei werden die Schritte 1-3 der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (siehe oben) an 10 aufeinander folgenden Werktagen durchgeführt, mit jeweils 30-minütiger Inhalation des ionisierten Sauerstoffs. Die Wochenenden bleiben therapiefrei.

Anwendungsbereiche (Indikationen) der SMT:
  • Allgemein zur Erhaltung von Gesundheit und Vitalität, zur Verzögerung des Alterungsprozesses.

  • Verbesserung der Durchblutung bei allen Formen von Durchblutungsstörungen.

  • Herzrhythmusstörungen.

  • Verbesserung der Sauerstoff-Aufnahme bei verschiedenen Lungen- und Bronchialerkrankungen (z.B. Asthma bronchiale).

  • Störungen der Blutdruckregulation, insbesondere bei Bluthochdruck.

  • Milderung der Folgen der konventionellen Krebstherapie (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie), einschließlich Unterstützung dieser Therapieformen in ihrer Wirksamkeit.

  • Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems zur Vorbeugung gegen Infekte mit Viren, Bakterien und Pilzen. 

  • Risikosenkung vor Operationen, Beschleunigung der Genesung nach Krankheiten, Förderung der Wundheilung.

  • Minderung von Ohrgeräuschen (Tinnitus) bei Mikrozirkulationsstörungen im Innenohr.

  • Milderung von Befindlichkeitsstörungen im höheren Lebensalter.

  • Erhöhung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit bei Erschöpfung und Stressbelastung.

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